| Dienstag,
05.02.2001 |
Ein Paradies für Backpacker
Eine Woche bin ich jetzt fast schon in Yangshuo, und es wird Zeit endlich
etwas über diese Stadt der Gegensätze zu berichten. Yangshuo
liegt in Südchina eine Stunde von Guilin entfernt. Und da Guilin
einfach eine grosse Stadt ohne viel Charme ist, haben wir gedacht, wir
verlegen unsere Reisestation nach Yangshuo - gesagt getan.
Von der Landschaft her ist es hier genauso, wie man China aus nem Bilderbuch
zu kennen scheint. Reisfelder, Nebelbedeckte Peaks, Flüsse, Bananenstauden
und Palmen. Einfach WOW! Die Stadt an sich dagegen (für China eher
ein Dörflein) ist ein bisschen wie "Erholung von China in China".
Die Haupstrasse ist mit Bars gesäumt und die Menschen hier sind überwiegend
Auslandsstudenten wie wir oder Backpacker, halt "Weiss". Auch die Speisekarten
sehen so aus: "Pizza, Pasta, Burger", zu trinken Kaffe und Kakao und Müsli
zum Frühstück. Schlaraffenland... halt all das, was es im "echten"
China nicht gibt.
Genau der richtige Ort, um sich von Peking zu erholen und Kraft fürs
neue Semester zu tanken. Man lernt nette Leute aus aller Welt kennen und
es entstehen nette neue Bekanntschaften. Und den ein oder anderen treffe
ich sicher im nächsten Semester beim Studieren in Peking wieder.
Mal abgesehen vom in Bars sitzen und essen, (ehrlich gesagt eine der Hauptbeschäftigungen
hier) kann man in der Natur aktiv werden. Wir haben einen Tagesfahrradtour
gemacht, einige von uns waren klettern und heute haben wir eine Bootstour
gemacht. Leider im strömenden Regen. Morgen steht dann noch ein Abschluss-Gammeltag
auf dem Programm bevor es am Donnerstag/Freitag für die meisten unserer
Gruppe in eine neue Stadt oder aber zurück nach Peking geht!
Ich kann nur sagen nach einem halben jahr Peking, und Stops in Xi'an
und Guilin war Yangshuo genau die richtige Entscheidung. Ich bin froh,
hier zu sein!!!
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| Montag, 26.02.2001
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Das neue Semester
Für mich beginnt jetzt das zweite Semester. Ich freue mich, nach schönen
Urlaubswochen wieder zurück im Wohnheim zu sein. Alte Gesichter wiederzusehen,
Urlaubsstories auszutauschen und neue Leute kennenzulernen.
Bei uns an der Uni gibt es in diesem Semester eine Gruppe von holländischen
Studenten (alle weiblich :-(), die ein Austauschsemester absolvieren müssen.
Ich freue mich, ein paar andere Langnasen um mich herumzuhaben, die ähnlich
westlich denken wie ich.
Aber neben den Holländern gibt es noch eine weitere Veränderung
im Wohnheim: Ab sofort müssen wir für allen Strom selber die Rechnung
bezahlen. Die Zimmmermiete wird aber trotzdem nicht günstiger. Also
müssen wir uns eine Alternativlösung einfallen lassen. Das sieht
folgendermassen aus. Wir reduzieren den Strom in unseren Zimmern einfach
aufs geringste. über Verlängerungskabel zapfen wir den Strom von
draussen an und schliessen damit unsere Stereoanlage an, einen Fernseher
stellen wir für alle in den Gemeinschaftsraum und der Reiskocher wird
im Klo angeschlossen (Küche hat keine Steckdosen) und lernen kann auch
im Kerzenlicht ganz angenehm sein...mal sehen, wie lange unser Streik andauern
muss, bis sich was ändert... |
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