| |
Lange habe ich nichts mehr ins Tagebuch geschrieben. Denn in den letzten 3 Wochen waren Iris und Peter zu besuch in Peking. Während dieser Zeit habe ich einfach mal ein paar Kuriositäten gesammelt, die ich Euch jetzt hier aufschreibe: Peking ist blindenfreundlich
|
|
|
Peking ist blindenfreundlich: Lange habe ich überlegt, was wohl diese komischen Markierungen auf dem Boden zu bedeuten haben. Jetzt weiss ich es: Der Bürgersteig ist beim Gehen zu ertasten: Längstreifen normal, gepunktetes Muster vor der Kreuzung. Gar nicht so dumm, aber wie kommt ein Blinder über die Strasse??? Kochen: Iris und Peter haben bei uns im Wohnheim Lasagne gekocht! Zuerst waren die Koreaner alle etwas skeptisch, weil da Tomaten und Käse drin waren. Aber gegessen haben sie es alle super gerne. Seit dem Tag vergeht kein Tag, an dem ich nicht gefragt werde, wann ich nochmal Lasagne koche. Gestern habe ich dann Rote Grütze mit Vanillesosse gekocht, die Iris mir aus Deutschland mitgebracht hat. Leider hat sich das sehr schnell rumgesprochen und für mich ist nicht viel übrig geblieben, da jeder mal probieren wollte. Für Morgen habe ich versprochen Spaghettie zu kochen. Der ein oder andere hat auch s chon angekündigt, dass er dabei zugucken will, damit er das auf jeden Fall auch mal zu Hause kochen kann. Der Winter kommt immer näher, die Temperaturen werden immer niedriger (3 Grad am Morgen) aber die Heizung läuft noch nicht. Und warum? Winterbeginn ist laut Kalender erst am 15.11. Und wofür braucht man dann früher 'ne Heizung?!? "Regenbekleidung" ist hier auch anders als woanders. Während ich bei schlechtem Wetter meine Allwetterschuhe raushole, packen die meisten Chinesen einfach Plastiktüten aus. Denn diese über die Stoffturnschuhe gebunden machen die Schuhe halt auch zu wasserdichten Schuhen... Internetcafes werden immer rarer. Wo vor einigen Wochen noch überall
Interetcafes neu eröffnet worden sind schliessen gleiche im Moment
wieder, bzw. werden von der Polizei geschlossen. Und das alles mit der
Begründung, dass dort auf den Rechnern Spiele installiert sind, und das
Spielen verderbe die Moral der Jugendlichen. Nun ja . . . Oktoberfest im Kempinski: Damit dass Vorurteil "alle Deutschen trinken Bier" auch bestätigt wird, gab es im Kempinski-Hotel ein Oktoberfest. Mit Masskrügen, Weisswurst und Brezeln und natürlich echt deutscher Bedienung - ich war dabei!!! Für gutes Geld konnte ich mich über amerikanische Touries über 60 kaputtlachen, die glauben, im Kempinski das wahre China zu erleben.... Militärwochen: Hier in China gibt es keinen Wehrdienst wie in
Deutschland. Dafür müssen alle Studenten einmal im Jahr eine Woche lang
ein sogenanntes Militärtraining absolvieren. Dafür fahern sie aufs Land
und absolvieren Waffentraining, Orientierungsläufe. Der Nachtmarkt: Abends gibt es hier einen Markt, auf dem es alle
möglichen und unmöglichen Sachen zu essen gibt. Hier einfach mal eine
auswahl der "unmöglichen" Speisen: Babytauben am Spiess gegrillt, Skorpione,
Seidenraupen, Kakerlaken, stinkender Tofu, Hundefleisch, Lammfleisch... 2*Katja: Seit gestern gibt es ein zweites weibliches nicht asiatisches Wesen im Wohnheim. Ich habe mich voll darüber gefreut, sie zu sehen. Sie kommt aus Russland un heisst "Katja". Ziemlich kurios finde ich. Da wohne ich in China mit lauter Koreanern zusammen und die einzigen beiden nicht-asiatischen Frauen heissen Katja. Als wenn es keine anderen Namen bei uns geben würde... Mid-term examination: Im Moment schreiben wir mid-term examination.
Ich habe eine Arbeit schon geschrieben und werde in der nächsten Woche
noch 3 Stück schreiben. Das ist ja noch nicht so ungewöhnlich. Aber
die Bekanntgabe der Ergebnisse ist "strange". Da werden die Klausuren
im Wohnheim ans schwarze Brett gehangen und müssen eine Woche hängen
bleiben, damit jeder sich die Klausuren der anderen angucken kann. Ich
möchte nicht in der Haut der Leute stecken, die 'ne schlechte Klausur
haben. |
![]() |
|